Gehen Sie durch ein Regal mit Handyhüllen, und auf jeder Packung steht ungefähr dasselbe. „Stoßdämpfendes“ Silikon. TPU in „Militärqualität“. Aramid hier, Carbon da. Das verschwimmt alles, bis man jedes Material ein paar Monate lang in der Hosentasche hatte. Dann sind die Unterschiede offensichtlich: wie es in der Hand liegt, wie es nach einer Weile aussieht, und ob es überhaupt etwas bringt, wenn das Handy auf den Boden fällt.

Hier also unsere Einschätzung zu den fünf Materialien, denen Sie am häufigsten begegnen: Silikon, TPU, Polycarbonat, Kohlefaser und Kevlar®-Faser. Wir stellen Kevlar-Hüllen her, sind also nicht neutral. Aber wir haben alle fünf benutzt und sagen Ihnen, wo jedes seine Stärken und Schwächen hat, unseres eingeschlossen.

Die Kurzfassung: Silikon und TPU sind günstig, weich und griffig, aber klobig, und klares TPU wird gelb. Polycarbonat ist dünn und klar, aber rutschig, und allein fängt es einen Sturz kaum ab. Kohlefaser ist leicht, steif und sieht gut aus, aber manche Bauweisen stören 5G, NFC oder kabelloses Laden. Kevlar® bietet Festigkeit, wenig Gewicht, ein dünnes Profil und keine Signalprobleme. Der Haken ist der Preis.

Silikon

Silikon ist die „weiche Hülle“, die sich die meisten vorstellen. Es fühlt sich warm und leicht griffig an, das Handy liegt sicher in der Hand, und einhändige Bedienung fällt leicht. Beim Sturz gibt der gummiartige Körper etwas nach und fängt einen Teil des Aufpralls ab, statt alles ans Handy weiterzugeben. Auf dem Tisch ist es leise, es zerkratzt nichts, und es ist ungefähr die günstigste Art, ordentlichen Alltagsschutz zu bekommen.

Nach einer Weile zeigen sich die Ärgernisse. Es zieht Fusseln und Taschenstaub praktisch sofort an. Der Griff, der in der Hand angenehm ist, nervt, wenn man das Handy in die Jeans schieben will. Es nutzt sich schneller ab als alles andere hier: Ecken lockern sich, die Bereiche um die Tasten leiern aus, helle Farben nehmen Flecken an. Und weil Silikon Dicke braucht, um zu schützen, wird aus einem schlanken Handy ein nicht mehr so schlankes.

Vorteile: Gute Stoßdämpfung; griffig; weich und angenehm; günstig.

Nachteile: Klobig; Fusselmagnet; leiert aus und verfärbt sich mit der Zeit; hängt in der Tasche fest.

Handyhülle aus Silikon

TPU (thermoplastisches Polyurethan)

TPU ist der biegsame Kunststoff in den meisten günstigen und mittelpreisigen Hüllen, fast jede durchsichtige Hülle eingeschlossen. Es liegt irgendwo zwischen Gummi und Hartplastik: flexibel genug, um einen Sturz abzufedern, robust genug gegen Kratzer, und leicht auf- und abzuziehen. Hautfett und Abrieb steckt es besser weg als Silikon, und es ist billig zu formen, weshalb es überall zu finden ist.

Die Probleme sind genauso bekannt. TPU braucht Dicke, um etwas zu bewirken, also sind die ultradünnen Varianten hauptsächlich Deko und die robusten klobig. Klares TPU wird gelb. Das ist kein Schmutz, den man abwischen kann, sondern der Kunststoff selbst, der sich durch UV, Wärme und Hautfett verändert. Die Dämpfung lässt mit dem Alter ebenfalls nach, und das leicht gummiartige Gefühl wirkt nie richtig hochwertig.

Vorteile: Ordentliche Stoßdämpfung; günstig; leicht an- und abzunehmen; verträgt Fett und Kratzer besser als Silikon; für praktisch jedes Handy erhältlich.

Nachteile: Klobig; klare Versionen vergilben; Dämpfung lässt mit der Zeit nach; sieht generisch aus und fühlt sich so an.

Handyhülle aus TPU

PC (Polycarbonat)

Polycarbonat ist der harte, klare Kunststoff aus Schutzbrillen und Gesichtsschilden. In einer Hülle erlaubt es sehr dünne Bauweisen, und es ist die übliche Wahl für klare Hüllen, die die Farbe des Handys zeigen sollen. Die harte Oberfläche widersteht Kratzern und Schrammen auch besser als Silikon oder TPU.

Die Schwachstelle sind Stürze. PC ist steif, statt einen Aufprall zu absorbieren, gibt es einen großen Teil davon direkt an den Rahmen des Handys weiter. Deshalb kombinieren die besseren klaren Hüllen eine PC-Rückseite mit weichen TPU-Kanten oder einer Polsterung innen. Blankes PC ist außerdem rutschig, kann bei einem harten Sturz brechen, und die billigen Varianten werden nach einer Weile trüb und verkratzt.

Vorteile: Dünn und leicht; sehr klar; kratzfest; behält seine Form; günstig.

Nachteile: Kaum Stoßdämpfung; rutschig; kann brechen; billige Versionen werden trüb und verkratzt.

Handyhülle aus Polycarbonat

Kohlefaser

Kohlefaser hat sich ihren Ruf im Auto- und Flugzeugbau verdient, wo stark und leicht mehr zählt als alles andere. Eine echte Kohlefaser-Hülle kann bemerkenswert dünn, leicht und steif sein, und das Gewebe sieht aus, als gehörte es auf etwas Teures.

In einer Handyhülle gibt es allerdings ein paar Haken. Echte Kohlefaser leitet Strom, eine komplette Carbon-Schale kann also genau das stören, worauf Ihr Handy angewiesen ist: 5G, GPS, NFC-Zahlungen, kabelloses Laden. Vieles, was als „Kohlefaser“ verkauft wird, ist außerdem nur Plastik mit aufgedrucktem oder auflaminiertem Carbon-Muster. Sie bekommen das Muster ohne die Festigkeit. Und Kohlefaser ist starr, sie gibt einen Aufprall also wie PC eher weiter, als ihn zu schlucken.

Vorteile: Sehr stark für ihr Gewicht; dünn und steif; sieht großartig aus.

Nachteile: Kann 5G, GPS, NFC und kabelloses Laden stören; viele Fälschungen; begrenzte Stoßdämpfung; teuer.

Handyhülle aus Kohlefaser

Kevlar® (Aramidfaser)

Kevlar® ist die Aramidfaser von DuPont, dieselbe Materialfamilie wie in Schutzausrüstung und Motorsportteilen. Bei gleichem Gewicht ist sie etwa fünfmal stärker als Stahl. Zu einer Handyhülle gewebt ist sie stark, steif und sehr leicht. Unsere DURO®-Hüllen beginnen bei 0,65 mm und etwa 11 Gramm, dünn genug, dass sich das Handy noch wie das Handy anfühlt.

Sie fühlt sich auch anders an als alles andere auf dieser Liste. Das feine matte Gewebe gibt Halt, ohne die Klebrigkeit von Silikon. Es sammelt keine Fusseln, vergilbt nicht und leiert nicht aus. Und weil Aramid keinen Strom leitet, kommt es 5G, GPS, NFC, MagSafe und kabellosem Laden nicht in die Quere.

Der größte Nachteil sind die Kosten. Echtes Kevlar® und andere gute Aramidfasern kosten deutlich mehr als Massenkunststoff, diese Hüllen liegen also am oberen Ende der Preisspanne. Und um fair zu bleiben: Jede so dünne Hülle hat weniger Kantenpolsterung als eine klobige Outdoor-Hülle. Wenn Ihnen das Handy oft runterfällt, sind unsere verstärkten DURO® Special Edition und DURO® Ring Master nach MIL-STD-810H getestet und bringen mehr Struktur an den Kanten, bei allen Vorteilen von Aramid.

Vorteile: Etwa fünfmal stärker als Stahl bei gleichem Gewicht; sehr dünn und leicht, ab 0,65 mm und 11 g; keine Störung von 5G, GPS, NFC, MagSafe oder kabellosem Laden; griffige matte Oberfläche; vergilbt nicht, leiert nicht aus, sammelt keine Fusseln.

Nachteile: Teuer.

DEFF DURO Handyhülle aus Kevlar-Aramidfaser

Im direkten Vergleich

Material Sturzschutz Dicke / Gewicht Griff / Haptik Signal / kabelloses Laden Alterung Preis
Silikon Gut, dämpft Stöße Dick, mittleres Gewicht Sehr griffig, weich Keine Störung Leiert aus, verfärbt sich, zieht Fusseln an $
TPU Gut, federt Aufprall ab Dick, wenn schützend Leicht gummiartig Keine Störung Klare Versionen vergilben; Dämpfung lässt nach $
PC Allein schwach, leitet Stöße weiter Schlank, leicht Hart, rutschig Keine Störung Verkratzt und wird trüb $
Kohlefaser Stark, aber starr Dünn, sehr leicht Glattes Gewebe ⚠ Stört 5G / NFC / kabelloses Laden Ausgezeichnet $$$
Kevlar®-Faser Ausgezeichnet, stark und leicht Ultradünn, ultraleicht Griffiges mattes Gewebe Völlig signaldurchlässig Ausgezeichnet, kein Vergilben oder Ausleiern $$$

Welche sollten Sie also kaufen?

  • Kleines Budget und etwas Volumen stört Sie nicht? Silikon, wenn Sie Griff wollen, TPU, wenn es etwas länger halten soll.
  • Dünn und klar? Polycarbonat, am besten mit TPU-Kanten, damit es einen Sturz übersteht.
  • Maximale Festigkeit bei minimalem Volumen? Kevlar®. Es ist die beste Balance aus Schutz, Gewicht und Signal, die wir gefunden haben, und deshalb bauen wir damit.

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Entdecken Sie unsere DuPont™ Kevlar® Hüllen, oder werfen Sie einen Blick auf den nicht leitenden G-10 Bumper, wenn Sie etwas mehr Kantenschutz möchten.

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